Gute Vorsätze für Kleinunternehmer Tipps für ein erfolgreiches neues Jahr

Hast du dir für das neue Jahr auch gute Vorsätze vorgenommen, die dein Unternehmen voranbringen sollen? Wir sehen uns das Thema in diesem Beitrag einmal etwas genauer an und verraten dir 6 Tipps, die dein neues Jahr erfolgreicher machen.

  • 28.01.2020
  • Katharina Bonn

Sei es mehr Sport, eine gesündere Ernährung oder mehr Zeit für uns selbst: Wir kennen wohl alle das Gefühl, im neuen Jahr alles besser machen zu wollen. Als Unternehmer denkst du vermutlich nicht nur auf der persönlichen Ebene darüber nach, was im neuen Jahr verbessert werden kann. Wir finden: Jeder Tag im Jahr ist der richtige für Inspiration und gute Vorsätze. Fangen wir jedoch noch einmal ganz von vorne an.

Was hat es mit den guten Vorsätzen auf sich?

Gute Vorsätze sind fest mit Silvester verknüpft – aber warum überlegen wir eigentlich ausgerechnet am Ende eines Jahres, was wir besser machen können? Vielleicht liegt es daran, dass die meisten von uns zwischen Weihnachten und Neujahr ein wenig Zeit haben, um auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken, zu reflektieren und gute Vorsätze festzulegen. Das neue Jahr ist dann für viele nicht nur ein kalendarischer Neuanfang, sondern eben auch ein persönlicher.

Gute Vorsätze für 2020
Gute Vorsätze haben Viele. Mehr Sport zu machen zählt dabei sicherlich zu den zeitlosen Klassikern. Aber nur Wenige halten sich konsequent daran. Dabei gibt es dafür gar nicht so viel zu beachten.

Leider gibt es bei den guten Vorsätzen einen kleinen Haken: die erfolgreiche und vor allem langfristige Umsetzung.Vielleicht kennst du es auch: Hat man sich am Anfang des neuen Jahres noch vorgenommen, regelmäßiger zum Sport zu gehen, wird dieses Ziel bereits im Februar wieder verworfen und der innere Schweinehund hat wieder einmal gesiegt. Warum ist das eigentlich so?

Wenn der erste Enthusiasmus verflogen ist, scheitern viele an ihren guten Vorsätzen. © Shutterstock, fizkes
Wenn du deine Ziele schriftlich festhältst, werden sie auch greifbarer. © Shutterstock, fizkes

Woran liegt es, dass gute Vorsätze scheitern?

Die gute Nachricht vorweg: Wir können nichts dafür, dass es uns schwerfällt, unsere guten Vorsätze auch umzusetzen. Die Erklärung dafür finden wir in der Hirnforschung. Die Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung unserer Vorsätze steht in direktem Zusammenhang mit unserer Willensstärke. Diese wird in der Großhirnrinde gebildet, die sich direkt hinter der Stirn befindet. Die Großhirnrinde steht auch in direktem Zusammenhang mit unserem Kurzzeitgedächtnis und der Fähigkeit, sich auf etwas zu fokussieren. Genau dieses Areal unseres Gehirns ist auch auf die Lösung von Problemen ausgelegt. Du siehst also, dass die Großhirnrinde mit vielen verschiedenen Aufgaben beschäftigt ist. Deshalb können wir uns gar nicht ausschließlich auf unsere Willensstärke und die Umsetzung unserer Ziele konzentrieren.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch andere Gründe für das Scheitern von guten Vorsätzen. Etwa wenn wir uns zu viel auf einmal vornehmen und daran scheitern. Deshalb wollen wir uns einmal ansehen, wie es uns trotz allem gelingen kann, unsere guten Vorsätze auch in die Tat umzusetzen.

Wenn du dich mit anderen zusammentust, kommst du schneller ans Ziel. © Shutterstock, fizkes
Zusammen ist es leichter, Ziele zu erreichen – das gilt beruflich wie auch privat. © Shutterstock, fizkes

Wie kannst du gute Vorsätze erfolgreich umsetzen?

Ob es sich um persönliche oder berufliche Ziele handelt: Mit unseren Tipps wird es dir sicherlich leichterfallen, deine Vorsätze auch umzusetzen. Auf los geht’s los.

  1. Setze dir realistische Ziele
    Schneller, höher, weiter: Wenn wir uns etwas vornehmen, soll es möglichst gleich von heute auf morgen funktionieren, und das zu 100 Prozent. Da die meisten Veränderungen aber etwas mehr Zeit brauchen, ist unser Vorhaben dann zum Scheitern verurteilt und wir geben völlig demotiviert auf. Besser ist es, wenn du dir realistische Zwischenziele steckst. Wenn du Teilerfolge für dich verbuchen kannst, wird es dir auch leichterfallen weiterzumachen. Außerdem solltest du dich nicht auf mehrere Vorsätze gleichzeitig konzentrieren, sondern vielmehr Prioritäten setzen und dich auf ein Ziel zur Zeit fokussieren.

  2. Sei in deiner Zielsetzung konkret
    Gute Vorsätze wie „Ich möchte ein bisschen abnehmen“ oder „Ich möchte im Bereich xy mehr Erfolg verbuchen können“ sind sehr schwammig und werden dich nicht weiterbringen. In unserem Abnehmbeispiel wäre es ratsamer, sich ein konkretes Abnehmziel zu setzen, das in einem bestimmten Zeitraum realistisch zu erreichen ist. Auch beruflich bringt es nichts, sich utopische Ziele zu stecken, die am besten morgen schon erfüllt sein sollen. Plane deine Zielsetzung unter Berücksichtigung aller Faktoren, die einen Einfluss auf die Entwicklung haben könnten. Und noch ein Tipp von uns: Halte gute Vorsätze und Ziele schriftlich fest, denn dann werden sie greifbarer und du fühlst dich automatisch mehr in der Verantwortung.

  3. Geteiltes Leid ist halbes Leid
    Zusammen geht alles leichter: Beruflich arbeitest du natürlich sowieso mit anderen an der erfolgreichen Umsetzung der Unternehmensziele zusammen. Auch privat hilft es dir, wenn du dir Verbündete suchst, mit denen du ein Ziel gemeinsam schaffen kannst. Nehmen wir zum Beispiel an, dass du dir vorgenommen hast, mehr Sport zu machen. Wenn du dir einen Trainingspartner suchst und ihr konkrete Termine für euer Training abmacht, wird es dir schwerfallen, einfach abzusagen. Außerdem könnt ihr euch gegenseitig motivieren.

  4. Visualisiere deine Erfolge
    Das Projekt stagniert und du kannst das Thema eigentlich gar nicht mehr hören: Gerade in einer anstrengenden Phase kann es sehr helfen, sich das Endergebnis vor dem geistigen Auge auszumalen. Denn irgendwann wird auch dieses Projekt geschafft sein und du kannst dich über deine Erfolge freuen. Das gilt nicht nur für die Arbeit, sondern auch für die guten Vorsätze im Privatbereich. Ein Raucher, der aufhören möchte, kann sich vorstellen, wie gut er bald wieder Luft bekommen wird und wie viel fitter man sich ohne das Rauchen fühlt.

  5. Ganz wichtig: Belohne dich
    Du hast ein Ziel erreicht oder einen ersten Teilerfolg erzielt, für den du hart gearbeitet hast? Dann solltest du dir zur Belohnung unbedingt auch einmal etwas Schönes gönnen. Das hast du dir nicht nur redlich verdient, sondern du wirst auch einen neuen Motivationsschub für dein Endziel beziehungsweise für neue Vorsätze bekommen.
So schaffst du es, dein Unternehmen noch erfolgreicher zu machen. © Shutterstock, fizkes
Loben ausdrücklich erwünscht: Zeige deinen Mitarbeitern, dass du ihre Arbeit wertschätzt. © Shutterstock, fizkes

Nachdem wir uns angesehen haben, wie es gelingt, die guten Vorsätze auch wirklich in die Tat umzusetzen, kommen wir zu der entscheidenden Frage:

Wie wird dein Kleinunternehmen noch erfolgreicher?

Oftmals sind es schon kleine Veränderungen, die viel bewirken können. Das gilt auch für die folgenden Tipps, die wir für dich zusammengetragen haben.

  1. Priorisiere deine Aufgaben
    Du kennst es sicherlich: Als Unternehmer musst du dich neben deinen eigenen Aufgaben auch mit den Problematiken beschäftigen, die deine Mitarbeiter an dich herantragen. Kurzum: Du hast viel Verantwortung und musst auf vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Ganz wichtig: Delegiere so viele Aufgaben wie möglich an deine Mitarbeiter, damit du dich auf deine Kernaufgaben und das Vorankommen des Unternehmens konzentrieren kannst. Sicherlich wirst du dich trotzdem noch mit einigen Aufgaben beschäftigen müssen, bei denen die Mitarbeiter deine Hilfe benötigen. Daher solltest du Prioritäten setzen und entscheiden, welche Aufgaben sofort erledigt werden müssen und welche bis morgen warten können.

  2. Suche nach effizienten Lösungen
    Die moderne Technik kann so manchen Arbeitsprozess erleichtern. Deshalb solltest du dir überlegen, ob es zeitraubende Aufgaben gibt, die durch eine Software möglicherweise schneller und auch reibungsloser ablaufen könnten. Besonders hilfreich können auch Tools sein, mit deren Hilfe anfallende Aufgaben dokumentiert und Mitarbeiter zugeordnet werden können. Auch der Status eines Projektes kann so leicht auf dem neuesten Stand gehalten werden und ist für alle einzusehen.

  3. Plane deine Ziele für die nächsten Monate
    Es ist unglaublich hilfreich, sich aufzuschreiben, was du in diesem Jahr erreichen möchtest. Überlege dir, in welchen Bereichen noch Luft nach oben ist und wie die Leistungen verbessert werden können. Für deine Ziel solltest du Fristen setzen und den Erfolg deiner Arbeit an konkreten Werten messen. Am Anfang eines Jahres solltest du dich auch darüber informieren, welche wichtigen Messen, Veranstaltungen und Tagungen anstehen. Integriere diese wichtigen Termine in deine Jahresplanung und richte Aufgaben und Ziele danach aus.

  4. Baue dein Netzwerk aus
    Das Pflegen bestehender Kontakte und das Aufbauen von neuen ist für die Entwicklung eines Unternehmens ungemein wichtig. Auch wenn der übervolle Terminkalender keinen Platz für solche Aktivitäten aufweist, solltest du dieser Netzwerkarbeit einen hohen Stellenwert beimessen. Neben der Kundenakquise kannst du dich auch mit Menschen aus deiner Branche über Problematiken und mögliche Lösungen austauschen. Vielleicht könnt ihr euch ja auch gegenseitig bei Projekten unterstützen und motivieren. Auf jeden Fall zahlt es sich aus, ein starkes Netzwerk zu haben und sollte in jedem Jahr wieder ganz oben auf deiner Prioritätenliste stehen.

  5. Nimm dir bewusst Zeit für Entspannung
    Als Unternehmer hast du keinen geregelten 9 to 5 Job, sondern viele Aufgaben und Verpflichtungen, die in einer viel zu kurzen Woche erledigt werden müssen. Dieser Dauerstress stellt auf Dauer eine ziemlich große Belastung für deine Gesundheit dar. Und nicht nur das: Stress verhindert einen klaren Blick auf die Dinge und bietet nicht gerade viel Raum für Kreativität. Deshalb solltest du sowohl für dich als auch für dein Unternehmen darauf achten, dass du dir Raum für Entspannung schaffst. Du solltest dir ganz bewusst Auszeiten nehmen und diese am besten auch im Kalender eintragen. Je nachdem, was dir guttut, kannst du die Zeit nutzen, um Sport zu machen, raus in die Natur zu fahren oder dich mit Freunden zu treffen. Genauso wichtig ist es, dass du dir auch mal einen längeren Urlaub genehmigst und am besten wegfährst. Denn wenn du an einem anderen Ort bist, hast du auch eine räumliche Distanz zu deinem Arbeitsalltag.

  6. Motiviere deine Mitarbeiter
    Neben dir sind deine Mitarbeiter das Fundament für deinen Erfolg. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die du nicht unterschätzen solltest. Und: Besonders gut und effektiv arbeitet man, wenn man motiviert ist. Du solltest deinen Mitarbeitern gegenüber wertschätzend sein und sie loben, wenn eine Aufgabe gut erledigt worden ist. Auch wenn einmal Überstunden anfallen, ist es wichtig, dass du dich bei deinen Mitarbeitern bedankst und klar machst, dass dir ihr Engagement aufgefallen ist. Somit steigerst du die Motivation deiner Mitarbeiter und die Bereitschaft, sich für das Unternehmen einzusetzen. Für das zwischenmenschliche Miteinander und das Teamgefühl sind auch regelmäßige Teamevents wichtig. In diesem Beitrag erfährst du mehr über ein gutes Arbeitsklima und was es dazu braucht.

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Wir wünschen dir viel Erfolg

Wir hoffen, dass dir unsere Tipps und Tricks dabei helfen, gute Vorsätze und Unternehmensziele leichter umzusetzen. Das gilt natürlich nicht nur für Neujahr, sondern für jede Zeit des Jahres.

Beitragsbild: © Shutterstock, fizkes

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